EM 2020: Alle 12 Stadien & Austragungsorte

Die UEFA EURO 2020 findet erstmals in 12 Ländern statt. Alle Austragungsorte befinden sich in unterschiedlichen Ländern, jedes Stadion hat mindestens Platz für 50.000 Zuschauer. Hier finden die Spiele der Fußball EM 2020 statt:

Wo findet die EM 2020 statt?

Gruppe A: Rom und Baku
Gruppe B: Sankt Petersburg und Kopenhagen
Gruppe C: Amsterdam und Bukarest
Gruppe D: London und Glasgow
Gruppe E: Bilbao und Dublin
Gruppe F: München und Budapest

  • Das EM Eröffungspiel findet im Stadio Olimpico von Rom statt, das EM 2020 Finale sowie beide Halbfinale im Wembley-Stadion London.Jedes Stadion wird vier Spiele ausrichten, London insgesamt sieben. Jeweils drei Vorrundenspiel und ein Viertelfinale, London hat zusätzlich das „Final-Package“ bekommen.

Das sind alle Stadien:

SpielortStadionZuschauerSpiele
🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 LondonWembley Stadion90.0003 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale, 2 Halbfinale, Finale
🇮🇹 RomOlympiastadion Rom72.6983 Gruppenspiel, 1 Viertelfinale
🇦🇿 BakuNationalstadion Baku69.8703 Gruppenspiel, 1 Viertelfinale
🇩🇪 MünchenAllianz Arena69.3443 Gruppenspiel, 1 Viertelfinale
🇷🇺 St. PetersburgKrestowski-Stadion68.1343 Gruppenspiel, 1 Viertelfinale
🇭🇺 BudapestNeues Nationalstadion65.0003 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🇷🇴 BukarestArena Nationala55.6003 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🇳🇱 AmsterdamJohan-Cruyff-Arena54.9903 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 GlasgowHampden Park51.8863 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🇮🇪DublinAviva Stadium51.7003 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🇪🇸 BilbaoSan Mames50.0003 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale
🇩🇰 KopenhagenTelia Parken38.0653 Gruppenspiel, 1 Achtelfinale

Gruppe A: Italien (Stadio Olimpico, Rom), Aserbaidschan (Olympiastadion, Baku)
Gruppe B: Russland (St. Petersburg Stadion), Dänemark (Parken Stadion, Kopenhagen)
Gruppe C: Niederlande (Johan Cruijff ArenA, Amsterdam), Rumänien (National Arena, Bukarest)
Gruppe D: England (Wembley Stadium, London), Schottland (Hampden Park, Glasgow)
Gruppe E: Spanien (Estadio de San Mamés, Bilbao), Republik Irland (Dublin Arena)
Gruppe F: Deutschland (Fußball Arena München, München), Ungarn (Ferenc Puskás Stadion, Budapest)

Die 12 Gastgeberstadien im Portrait

Atmosphärisch – San Mamés, Bilbao, Spanien
Mögen auch die spanischen Fans für ein eher gemächliches Mitfiebern bekannt sein – das spanische Bilbao bildet sicherlich eine schillernde Ausnahme. Ein wütender Sturm erwartet hier sämtliche Gäste des achtfachen spanischen Meisters Athletic Bilbao. Im Jahr 2013 wurde die als La Cathedral bekannte Arena, letztens für die WM 1982 modernisiert, endgültig durch ein neues Stadion für 173 Millionen Euro ersetzt. Seitdem eine bei der Eröffnung noch fehlende letzte Tribüne zur Saison 2014/2015 fertiggestellt wurde, kann das neue San Mamés nun 53.289 Zuschauer beherbergen. Drei Gruppenspiele und ein K.o.-Spiel des Achtelfinales werden hier stattfinden.

Technisch – Telia Parken, Kopenhagen, Dänemark
Die dänische Arena ist eines der traditionsreichsten Austragungsorte der EM 2020. Seit 1911 nutzt die dänische Nationalelf dieses Feld als ihre Heimbasis. Komplett neuerrichtet wurde das Stadion am gleichen Ort zum 9 September 1992 für umgerechnet 85.3 Millionen Euro. Es ist als Austragungsort des Finales der Europapokalsieger 1993/94, des Endspiels des UEFA-Pokals 1999/2000 und nicht zuletzt des Eurovision Finales von 2001 in die Geschichte eingegangen. Seit 2001 glänzt die Arena auch mit einem faltbarem Textildach, sodass sie binnen einer halben Stunde sowohl beheizt als auch, für Gäste bei einem heißen EM-Sommer besonders interessant, voll klimatisiert werden kann. Neben der dänischen Nationalmannschaft dient es dem zehnfachen Meister FC Koppenhagen als Basis. Nach dem letzten Umbau im Jahr 2009 beherbergt Telia Parken 38.076 Zuschauer und wird so als eines von zwei kleineren Ausnahmestadien drei Gruppenspiele und ein Achtelfinalspiel abhalten.

Umstritten – Gazprom Arena, St. Petersburg, Russland
Für eine neue Arena für den finanzstärksten Club Russlands, FK Zenit St. Petersburg, wurde es schon längst vor der Bewerbung für die WM 2018 höchste Zeit. Von 1950 bis 1992 spielten die vierfachen russischen bzw. sowjetischen Meister auf dem gigantischen, 100.000 Fans fassenden, Kirow-Stadion. Seit 1992 jedoch muss der Club mit der temporären Heimat im Petrowski-Stadion mit knapp über 20.000 Fanplätzen auskommen. Der Bau der neuen Arena für die WM 2018 und die EM 2020 zieht sich nun seit 2007 hin. Noch im Dezember 2008 sollte das 62.176 Zuschauer fassende Stadion fertiggestellt werden, nach letzten Angaben wird es wohl erst knapp vor der WM 2018 so weit. Die Baukosten explodierten auf unglaubliche 930 Millionen Euro, gleich mehrere Korruptionsskandale entflammten. Zumindest dient die WM als Garantie der Fertigstellung vor der Europameisterschaft. Wenn es mal so weit wird, kann die Gazprom-Arena durchaus zu den High-Tech Stadien zählen: ein vollständig faltbares Dach und ein zum besseren Schutz zurückfahrbarer Rasen werden die Highlights bilden.

Dahoam – Allianz Arena, München, Deutschland
In ihrer jungen Geschichte seit 2005 hat die Heimarena des FC Bayern München und des TSV 1860 München bereits zahlreiche Träume in Erfüllung gehen, aber auch platzen erlebt. Am bekanntesten darunter – das leidige „Finale dahoam“, bei dem die Bayern in der Champions League 2012 im Elfmeterschießen Chelsea unterlagen. Zu den vier Spielen der EM 2020 aber, an denen das Stadion wohl wieder ganz in Weiß erstrahlen wird, soll die Allianz-Arena wieder zu einem Glücksbringer werden – so wie schon beim Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006. Die Allianz Arena wurde zur Saison 2014/2015 erweitert. 75.000 Zuschauer finden nun auf ihren Rängen in der Bundesliga Platz. In der Champions League und bei der EM, wo nur Sitzplätze erlaubt sind, steigt die Kapazität von 67.858 auf 69.344 Fans. Damit erfüllt München die Forderung der UEFA von 60 Tausend Plätzen für die Viertelfinalepartien locker, auch für ein Finalpaket hätte es mit einer temporären Ausweitung auf 700 Plätze gereicht. Auch zählen die Münchener nun auf einen sogenannten Hybridrasen, einer Mischung aus Naturrasen und Kunststoff. Diese, bereits am Wembley und Old Trafford eingesetzte, technische Neuerung soll den Ball schneller laufen lassen – unverzichtbar für das Kombinationsspiel der deutschen Nationalelf.

Königlich – Wembley, London, England
Mit seiner Maximalkapazität von 90.000 Zuschauern ist das Londoner Wembley nur das zweitgrößte Stadion in Europa nach dem Camp Nou in Barcelona. Doch wie keine andere Arena gilt Wembley als Wahrzeichen des europäischen Fußballs. Kein Wunder, dass die Engländer für die erste internationale EM 2020 die Austragungsrechte für das Finale- und die beiden Halbfinalespiele letztlich alternativlos an sich rissen. Seit 1923 trägt die englische Nationalmannschaft hier ihre Spiele aus und war besiegte im Vorgängerbau im Jahr 1966 die Deutschen im WM-Finale. Ein 133 Meter hoher Bogen, der ein teilweise faltbares Dach hält, bildet das Highlight des 2007 neu errichteten Stadions. Bereits zwei Mal wurde das neue Wembley zum Austragungsort für das Finale der Champions League – zum letzten Mal 2013 bei dem ersten rein deutschem Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.